Freitag, 29. April 2016

Genäht: Sea Breeze - Strickjacke & Tuch aus Jacquard

Meinen Vorsatz, auch mal Stoffqualitäten jenseits von Jersey, Sweat & Popeline zu vernähen, habe ich vor ein paar Wochen dank Susannes neuer Sommerkollektion für Albstoffe mithilfe eines Jacquards erfolgreich umgesetzt. Aus dem Diamonds Design, das ich spontan zu meinem Liebling erklärt habe, wurde eine Strickjacke (Schnittmuster: Stoff & Stil) und ein Lüttes Tuch. Mein erster Impuls war, den Jacquard in grau zu bestellen. Aber dann hab ichs mir doch nochmal anders überlegt und eine für mich eher untypische Farbe gewählt. Und darüber bin ich total froh, denn das Tuch in bordeaux / pink passt super zu meiner khakigrünen Lieblingsjacke. Die Stoffe sind sehr weich, haben durch die 3D Struktur eine tolle Haptik und lassen sich ganz leicht vernähen. Sie sind aus GOTS zertifizierter Bio Baumwolle und werden in Deutschland nachhaltig produziert. Klingt toll, oder? Damit ihr euch ein besseres Bild von den unterschiedlichen Designs und Qualitäten machen könnt, hat Susanne ein schönes Video für euch gedreht, das ihr euch unbedingt ansehen solltet. Die Stoffe sind ab Anfang Mai erhältlich.





Mittwoch, 27. April 2016

Gebacken: Regenbogenkuchen reloaded {Rezept} {vegan}

Hallo ihr Lieben. Heute melde ich mich aus der Versenkung zurück, nachdem ich in den letzten Wochen in jeder freien Minute mit der Organisation, Planung und Vorbereitung unserer Kinderkommunion, die wir am Wochenende mit über 50 Gästen gefeiert haben, beschäftigt war. 
Das Motto lautete Regenbogen, weshalb sich mein gar nicht mehr so kleines Fräulein - oh Überraschung - einen Regenbogenkuchen mit Einhorn wünschte. Auf der Suche nach Inspiration stolperten wir auf Pinterest über eine Traumtorte, die ich zwar nicht perfekt, aber relativ ähnlich nachgebaut habe.
Einhorn und Regenbogen habe ich aber nicht aus Fondant, sondern schon zwei Wochen im Voraus aus *Fimo geformt und ausgehärtet, weil ich kurz vor dem Fest sicher keine Nerven Zeit mehr für diese aufwendige Deko gehabt hätte. So musste ich am Freitag 'nur' die 6 farbigen Böden für den Kuchen backen und mit einer Ganache einstreichen, am Samstag mit Fondant überziehen (wobei mir meine Freundin, die einige gute Tipps parat hatte, geholfen hat) und am Sonntag kurz vor dem Servieren dekorieren.

Um nicht jede Schicht einzeln backen zu müssen, habe ich mir kürzlich zwei identische 25 cm *Backformen mit gleichmäßiger Wärmeverteilung (damit die Böden in der Mitte nicht höher werden als am Rand) gekauft - so konnte ich immer zwei Farben zeitgleich in den Ofen schieben. 
Für die etwa 10 cm hohe Torte habe ich folgenden Zitronen Rührteig vorbereitet:

1 kg Dinkelmehl
600 g Rohrohrzucker
2 EL Vanillezucker
2 P. Backpulver
eine Prise Salz
2 EL Apfelessig
200 ml Sonnenblumenöl
abgeriebene Schale und Saft von 2 Bio Zitronen
1 Liter Wasser

Die trockenen Zutaten gut vermischen und mit einem Schneebesen oder Holzlöffel mit dem Öl, Essig, Zitronensaft und Wasser zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in 6 gleichmässige Teile abwiegen und jeweils einfärben. Ich benutze die *Gelfarben von Wilton - die leuchten schön, sind sehr ergiebig und außerdem vegan. In meinem Set fehlt orange, stattdessen nehme ich pink - aber es gibt auch ein Regenbogen Set, wenn ihr es ganz genau nehmen wollt.

Die Backformen gut einfetten (ich nehme Sonnenblumenöl) und den Teig darin jeweils 15 Minuten bei 150 Grad (Umluft) backen. Die Formen samt Inhalt etwa 20 Minuten abkühlen lassen, ein Kuchengitter auf die Form legen, umdrehen und die Böden vorsichtig heraus stürzen. Dann die nächsten beiden Farben backen.

Wenn alle 6 Böden ausgekühlt sind, geht es an den Aufbau des Kuchens. Ich habe die Böden jeweils mit einer dünnen Schicht Aprikosenmarmelade bestrichen und zusammengeklebt. Anschließend habe ich den Fehler gemacht meine Ganache sofort freestyle darauf zu verteilen. Ich hätte für den Aufbau einen Tortenring benutzen und die Marmelade erst etwas trocknen lassen sollen, dann wären mir die einzelnen Böden nicht so fürchterlich verrutscht (das Malheur ist auf dem letzten Foto außen gut zu erkennen).
Die Ganache hatte ich schon am Vortag aus 600 g Zartbitterkuvertüre und 300 g pflanzlicher Schlagcreme vorbereitet und über Nacht stehen lassen. Beim nächsten Mal würde ich etwas mehr Ganache zubereiten und den Kuchen evtl. in zwei dünnen Schichten für ein gleichmäßigeres Ergebnis damit einstreichen. 

Bevor der Kuchen dann mit dem Fondant überzogen wird, sollte er für einige Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank, damit alles schön fest wird. Der Fondant (in diesem Fall: 750 g) muss zunächst gut durchgeknetet werden (ganz vorsichtig und ohne ihn zwischendurch zu 'falten', damit keine Luftblasen entstehen) und dann auf die entsprechende Größe (Höhe + Durchmesser + Höhe) auf Puderzucker ausgerollt werden. 
Wenn der Fondant an Ort und Stelle ist (bei YouTube gibt's jede Menge Videos, die zeigen wie's geht), können Wiese (aus Marzipan) und Wolken mit einer ganz dünnen Schicht Zuckerguss angeklebt werden.

Wichtig: Der Kuchen kann im Kühlschrank aufbewahrt, darf aber nicht abgedeckt werden. Ich habe zwei Gläser mit Salz neben den Kuchen gestellt, damit er keine Feuchtigkeit aufnimmt und der Fondant schön fest bleibt. Er hatte seinen Auftritt dann ja schließlich erst am Sonntag und war zum Glück nicht nur hübsch, sondern auch lecker.






Mittwoch, 6. April 2016

Gekocht: Bärlauchsuppe {Rezept, vegan}

Als ich letzten Freitag nicht wusste was ich kochen soll, fiel mein Blick im Kühlschrank auf einen Bund Bärlauch, einen Rest Bärlauchbutter von Ostern und eine Rolle Blätterteig. Alles musste weg. Da ich schon ein paar Kartoffeln und eine Zwiebel aus dem Keller geholt hatte, kochte ich kurzerhand ein leckeres Bärlauchcremesüppchen mit passenden Blätterteigstangen. 
Und das geht so:

- 100 g Bärlauch
- 5 Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 600 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Soja- oder Hafercuisine
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 1 EL Olivenöl

- 1 Rolle Blätterteig
- Bärlauchbutter 

Kartoffeln und Zwiebel schälen, würfeln und kurz in Olivenöl anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und 15 Minuten köcheln lassen. Bärlauch hacken und zusammen mit der Sojacuisine dazugeben und alles fein pürieren und leicht schaumig schlagen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.

Den ausgerollten Blätterteig zur Hälfte (eine lange Seite) mit der Butter bestreichen und einmal der Länge nach falten. In 2 cm breite Streifen schneiden, diese jeweils zweimal zwirbeln und etwa 15 Minuten bei 180°C backen, bis sie leicht gebräunt sind.

Schnell schnell, bevor die Bärlauch Saison schon wieder vorbei ist. Guten Appetit. 

Montag, 4. April 2016

Mein März in Instagram Bildern:

Und schwupps, ist schon wieder ein Monat vorbei und wir schreiben April. Den April sehnt mein kleines Fräulein in diesem Jahr ganz besonders herbei, denn wir werden bald ihre Erstkommunion feiern. Weil ich am Wochenende ihren bisher wichtigsten Auftrag und mein Herzblut Projekt - ihr Kommunionkleid - fertig gestellt habe (die Taschentücher liegen bereit, ich musste schon bei der Anprobe heulen), kommt mein Monatsrückblick diesmal etwas später. 

Im März ist die Frühlings- und Osterdeko - neben ein paar bunten Blümchen - ins Haus gezogen.

Wir haben zu Hause und auswärts lecker gegessen und über Ostern viel gebacken (ich mit Körnern und Dinkelmehl, das Fräulein mit Fimo).

Ich habe viele bunte Sachen genäht, lustigerweise überwiegend aus Jolijou Stoffen. Der März war eindeutig Jolijou Monat :D.

Ich habe das Buch '**Raum' gelesen und anschließend den passenden Film im Kino gesehen. Kurz vorher noch 'Das Tagebuch der Anne Frank'. Beides großartige Filme.

Anschließend durfte ich ein noch unveröffentliches Buch vorab lesen und außerdem '**Jetzt oder Nils' von Nikola Hotel (sehr amüsant!) und '**Sew Happy', das neue Jolijou Nähbuch.

Ich war in Köln auf der h+h cologne Messe, wo ich wieder viele liebe Mädels getroffen habe,

und danach endlich zum ersten Mal in einem Stoff & Stil Laden.

 Und jetzt freuen wir uns auf den April und Frühlingswetter.

Donnerstag, 31. März 2016

Genäht: Ein fruchtiges Sommershirt für mich & eine Strandtasche für Fräulein Kram {Pineappleada & Melontropic}

Seit gestern Abend gibt es bei Alles für Selbermacher eine kleine, fruchtige Hamburger Liebe Sommerkollektion, die aus acht leuchtend bunten Jerseys besteht. Ich durfte die Stoffe vorab vernähen, um euch heute zwei Designbeispiele zu zeigen, und habe mich für meine liebste Sommerfarbkombi pink-mint entschieden. Für das luftige Oversizeshirt habe ich den Schnitt verwendet, den ich mir letzten Sommer selber gebastelt habe. Diesmal habe ich das Rückenteil zusätzlich zum aufgenähten Reißverschluss noch unterteilt, was mir auch sehr gut gefällt.

Die Mini Beachbag (das Tutorial gibt es seit gestern auf dem Hamburger Liebe Blog) habe ich für mein kleines Fräulein genäht, musste dafür aber selber als Model herhalten, weil sie die letzten Ferientage bei ihrer Freundin verbringt. Damit sich der Jersey beim Nähen der Tasche nicht verzieht (Innentasche und Schrägband sind aus Webware), habe ich ihn vor dem zuschneiden mit einem dünnen Bügelvlies (Vlieseline H250) verstärkt.

Ich habe gerade gelesen, dass meine Lieblingsfarben schon vergriffen sind, hui, das ging schnell. Die gute Nachricht ist aber, dass die Farben schon nachbestellt sind und in ca. 4 Wochen wieder verfügbar. Aber bis zum Sommer ist es ja auch noch ein bisschen hin.





 (Foto: Susanne Firmenich, Hamburger Liebe)

Freitag, 25. März 2016

Genäht: Osterkörbchen mal anders

Heute habe ich ein kleines last-minute Osterkörbchen genäht. Das geht zum Glück ganz flott, so dass ihr das auch noch rechtzeitig schaffen könnt. Die Anleitung samt Schnittmuster findet ihr beim Nähkitz. Mit dem süßen Hamburger Liebe Häschen Stoff hat mich Frau Limetrees noch kurzfristig versorgt.

Ich wünsche euch und euren Familien frohe Ostern und ein paar erholsame, gemütliche Tage.



Donnerstag, 17. März 2016

Vintage Kitchen Blog Tour

Hallo ihr Lieben! Heute freue ich mich, ein Teil der internationalen Riley Blake Vintage Kitchen Blog Tour zu sein, denn Frau Mülli hat es über den großen Teich geschafft und ihre erste Kollektion für Riley Blake Designs entworfen. Ist das nicht toll? Aus diesem Grund schreibe ich heute ausnahmsweise in Englisch. Vielen Dank, dass ich bei der Tour dabei sein darf!

Today i am very happy about being a part of the international Riley Blake Vintage Kitchen Blog Tour, as my friend Andrea Jolijou has been kicking off her first gorgeous collection of colourful fabrics for Riley Blake Designs. Thank you for having me!


The cute, tiny and colorful designs (each design comes in three different colors) are perfect for patchworking, so i have been making some small mix and match projects with six different designs and a curtain for my window, as some of the colors fit just perfectly into my kitchen.

I used the hexagon pattern from Andreas new book '*SEW HAPPY' to make some place mats, which can also be used as a table runner if placed together. The fabric basket is perfect for fruits or bread. And as i love making bags, i made a small purse for sewing supplies.













Enjoy the tour and check out what everyone else has been making during the last weeks:

3/7/2016

Julia - Riley Blake Designs


3/7/2016

Andrea - Jolijou


3/8/2016

Nina - Hedi


3/8/2016

Anja - Nähkitz


3/9/2016

Swafing Fabrics


3/9/2016

Carrie Beri Bee Designs


3/10/2016

Herzenssachen


3/10/2016

Andrea - anlukaa


3/11/2016

Emma - Frühstück bei Emma


3/11/2016

einchen - doppelnaht


3/14/2016

Anorina - Samelias Mum


3/14/2016

Bev - Flamingo Toes


3/15/2016

Amy - Diary of a Quilter


3/15/2016

Julia - lillesol & pelle


3/16/2016

Andy - A Bright Corner


3/16/2016

Sabine - farbenmix


3/17/2016

Simone - KaeptnStupsnase


3/17/2016

Sarah - Mädchenkram


3/18/2016

Melissa Corry


3/21/2016

Jessica Stewart


3/21/2016

Bine Guellich


3/22/2016

Lindsay Wilkes


3/22/2016

Sandra - Flaupa


3/23/2016

Amanda Niederhauser


3/23/2016

Ina - pattydoo


3/24/2016

Ruth Sodl-Warter


3/24/2016

Marissa - Rae Gun Ramblings


Mittwoch, 16. März 2016

Genäht: Eine Einkaufstasche aus Wachstuch

Hier geht's heute Jolijouig weiter, denn bald gibt's zwei Lieblingsdesigns auf Wachstuch bei eurem Stoffhändler, die ich vorab vernähen durfte. Das Wachstuch hat eine ganz tolle, weiche Qualität. Es ist kein steifes Plastik-Wachstuch, sondern eine hochwertig beschichtete Baumwolle und lässt sich dadurch sogar von meiner zickigen Nähmaschine prima vernähen. Für Taschen aller Art eignet es sich ebenso, wie für Brotkörbchen, Tischsets, Stuhlkissen oder Tischdecken. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Aus Sweet Apple pink und Daisy in Love teal habe ich eine frühlingsfrische Einkaufstasche genäht, die sich dank der stabilen Einlage (Style-Vil von Vlieseline) auch abstellen lässt, ohne in sich zusammenzufallen. Das Style-Vil fand meine Nähmaschine in doppelter Lage allerdings nicht so gut. Wir haben ein bisschen miteinander gekämpft, bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war.

Ich habe der Tote Bag eine Außentasche mit Unterteilung und Paspel, wie bei meiner Flutter Bag aus dem letzten Jahr, verpasst, eine Tasche mit Reißverschluss ins Innenfutter genäht und einen Karabiner für den Schlüsselbund eingenäht.






Die Stoffe sind am kommenden Wochenende auf der h+h cologne für Fachhändler bei Swafing bestellbar. Neben dem Wachstuch gibt es die beiden Designs zusätzlich auf Webware.